Famulatur Anästhesiologie in Main-Kinzig-Kliniken Gelnhausen (5/2018 bis 6/2018)

Krankenhaus
Main-Kinzig-Kliniken Gelnhausen
Stadt
Gelnhausen
Station(en)
OP und Intensivstation
Fachrichtung
Anästhesiologie
Zeitraum
5/2018 bis 6/2018
Einsatzbereiche
Station, OP
Heimatuni
Frankfurt
Kommentar
Die Bewerbung lief sehr unkompliziert per Mail (+ Lebenslauf und kurzes Motivationsschreiben) über das Sekretariat von Prof. Meininger. Bereits in der Woche vor Beginn der Famulatur wurde ich in den E-Mail-Verteiler aufgenommen und habe den Dienstplan für die nächste Woche zugeschickt bekommen. Zudem wurde ich in der Rundmail kurz als Famulant vorgestellt und war auch namentlich als Famulant in den Dienstplan eingetragen. In der ersten Woche war ich im Uro-Eingriff eingeteilt. Hier werden kleinere urologische Eingriffe (wie z.B. DJ-Anlage, Zystoskopie etc.) in Analgosedierung oder in Vollnarkose mit Larnyxmaske vorgenommen. Daher hatte ich hier die Möglichkeit viel über den Umgang mit der Larynxmaske, über die Einstellung des Beatmungsgeräts und über die verschiedenen Medikamente zu lernen.
In den nächsten drei Wochen war ich im Zentral-OP eingeteilt. Hier war ich immer einem Saal zugeteilt und habe täglich gewechselt (Trauma, Neurochirurgie, Abdomen, Gyn). Im Zentral-OP hatte ich ebenfalls die Möglichkeit Zugänge zu legen, habe z.T. mit dem Anästhesisten zusammen das Team-Time-Out abgearbeitet (Allergien, Nüchternheit, Zahnprothese etc.) und Medikamente vorbereitet. Ich konnte präoxygenieren, Medikamentendosierungen (,die ich wählen würde) ansagen, Maske-Beutel-Beatmen, Intubieren (endotracheal oder Larynxmaske einlegen), das Beatmungsgerät einstellen etc. Hierbei war immer ein Anästhesist an meiner Seite und hat mich unterstützt und mir viel erklärt. Während der OP haben sich die Ärzte viel Mühe gegeben mir etwas beizubringen. Auch die Pflegekräfte waren sehr freundlich und haben viel geholfen und erklärt. Ich habe mich stets wohl gefühlt und hatte nie das Gefühl "im Weg zu stehen".
Einmal in der Woche war ich im Kreissaal eingeteilt, wo viel Spinalanästhesie durchgeführt und PDKs gelegt werden. Hierbei habe ich größtenteils zugeguckt und assistiert.
Die letzte Woche war ich auf der Intensivstation und auf dem NEF. Die Kleidung fürs NEF musste ich mir selber organisieren. Ansonsten ist es kein Problem, wenn man als Dritter mitfährt, solange der Dienstplan frei ist für einen Dritten. Auf der Intensivstation bin ich morgens bei der Visite mitgelaufen und war dann einem Arzt zugeteilt oder habe meinen eigenen Patienten bekommen, den ich untersuchen konnte. Zwischendurch habe ich Blut und Blutkulturen abgenommen, habe Zugänge gelegt und einmal auch einen ZVK. Wenn der Melder ging habe ich mich mit dem Notarzt getroffen und wir wurden vom NEF abgeholt. Auch hier durfte ich viel erleben und konnte mich einbringen.

Insgesamt war die Famulatur im Main-Kinzig-Klinikum eine meiner besten bisher. Das Arbeitsklima ist hervorragend, es herrschen flache Hierarchien und hier ist das Personal sehr motiviert Studenten etwas beizubringen. Ich habe mich sehr wohl gefühlt und habe überaus viel gelernt (insb. viele praktische Tätigkeiten). Ich kann die Klinik nur weiterempfehlen, wenn man etwas lernen möchte und zugleich eine freundliche Arbeitsumgebung mit motivierten Ärzten/Ärztinnen und Pflegekräften wünscht.

Ein weiterer Vorteil ist, dass es kostenlos Frühstück und Mittagessen gibt.

Contras fallen mir keine ein... :)
Bewerbung
Ich habe mich ca. 6 Monate im voraus beworben. Es geht aber vermutlich auch kurzfristiger.
Unterricht
Kein Unterricht
Tätigkeiten
Eigene Patienten betreuen
Braunülen legen
Patienten untersuchen
Punktionen
Praktische Maßnahmen unter Aufsicht
Blut abnehmen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Essen frei / billiger
Mittagessen regelmässig möglich

Noten

Stimmung Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen
1
Stimmung Klinik
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
1
Lehre auf Station
1
Insgesamt
1

Durchschnitt 1.00