Famulatur Allgemeinchirurgie in St. Bernhard-Hospital Brake (7/2017 bis 8/2017)

Krankenhaus
St. Bernhard-Hospital Brake
Stadt
Brake
Station(en)
Allgemein- und Viszeralchirurgie
Fachrichtung
Allgemeinchirurgie
Zeitraum
7/2017 bis 8/2017
Einsatzbereiche
Station, Diagnostik, Notaufnahme, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, OP
Heimatuni
Luebeck
Kommentar
Famulaturbericht Brake:
"Eine Famulatur die ich nicht missen möchte"

Im August diesen Jahres absolvierte ich eine dreiwöchige Famulatur in der Allgemein- und Viszeralchirurgie des St. Bernhard Hospitals in Brake. Dieser Artikel soll einen kurzen Überblick über den Ablauf der Famulatur geben.
Über die Internetseite Famulaturranking.de bin ich auf das St. Bernhard Hospital in Brake aufmerksam geworden. Meine Bewerbung erfolgte vier Monate im Voraus formlos per Email an den Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie Herrn Dr. Herrfurth. Die Antwort auf meine Bewerbung erfolgte sehr schnell.
Die Klärung der weiteren Formalitäten erfolgte über das Sekretariat der Geschäftsführung, speziell durch Frau Oberegger. Sie stand einem während der gesamten Famulatur bei Fragen hilfreich zur Seite. Für den Aufenthalt in Brake wurde ein Zimmer in einer sehr schönen klinikeigenen Ferienwohnung gestellt. Hier waren auch die anderen Famulanten untergebracht. Jedoch nicht mehr als 5 Personen. Dienstkleidung sowie Frühstück und Mittagessen wurden von der Klinik gestellt. Außerdem konnte man sich über die Klinik kostenlos ein Fahrrad leihen.
An meinem ersten Arbeitstag wurde ich um 7.15 Uhr vom Chefarzt, Herrn Dr. Herfurth empfangen. Nach der freundlichen Begrüßung folgte eine kleine Führung durch das Haus. Ab 7.30 begann der normale Klinikalltag.
Der Arbeitstag begann um 7.30 Uhr mit einer Frühbesprechung aller Chirurgen und dem diensthabenden Anästhesisten auf der Intensivstation. Danach folgte eine Besprechung der Allgemeinchirurgen meist zusammen mit dem Chefarzt. Hier wurden der OP-Plan, besondere Fälle und andere wichtige Ereignisse besprochen. Danach begann die tägliche Visite. Diese wurde anders als in anderen Krankenhäusern sehr gründlich, mit viel Zeit für den Patienten durchgeführt. Auch wurde jeder Patient im Vorfeld ausführlich besprochen und es gab immer die Möglichkeit Fragen zu stellen ohne dabei das Gefühl zu haben zu stören.
Nach der Visite folgte das OP Programm. Von Anfang an wurde man als Student vom Chefarzt fest mit in das OP Programm eingeplant, sodass man bei vielen OPs mit assistieren konnte. Im Laufe der Zeit war man so bei vielen verschiedene Operationen dabei und konnte bei passender Gelegenheit Nähen oder sogar die Kameraführung bei endoskopischen Operationen mal ausprobieren. Und auch wenn man als Student mal nicht assistieren konnte gab es doch immer die Möglichkeit zuzuschauen, dabei wurde einem von den Operateuren meist alles sehr genau gezeigt und erklärt. So konnte ich im Laufe der Zeit viele Cholezystektomien, Leberteilresektionen, Hernien-Operationen aber auch Amputationen, Sigmaresektionen, Schrittmacher- und Portimplantationen und sogar die Resektion von Sarkomen und Tumoren am Ovar sehen und dabei viel lernen.
Wenn im OP mal nichts zu tun war, gab es in der chirurgischen Notaufnahme immer etwas zu sehen und zu tun.
Es wurde regelmäßig zu verschiedenen Themen Studentenunterricht angeboten, zum Beispiel zu den Themen Sonographische Untersuchung, Vor- und Nachteile verschiedener Hernien-Operationen oder Befundung von Röntgen und CT. Meist wurden die Röntgenbilder in der Gruppe zusammen besprochen, so dass man immer was lernen konnte. Wenn man mal keine Fragen hatte, konnte es auch passieren, dass man selber Fragen bekommen hat, mit denen man sich dann beschäftigen sollte.
Der Arbeitstag endete um 16.30 Uhr mit einer Visite der frisch operierten Patienten oder der akuten Fälle auf der Intensivstation.
Und auch nach dem Feierabend konnte Brake mit seiner idyllischen Lage an der Weser und einigen netten Cafés und Bars einiges bieten. Besonders der Hafen von Brake, die Flussinsel Harriersand oder die Strandabschnitte waren einen Besuch wert, aber auch die Nachbardörfer wie zum Beispiel Elsfleth waren sehr schön und mit dem Rad gut zu erreichen. Am Wochenende bot sich ein Besuch in Bremen oder Bremerhaven an. Besonders schön war die Fahrt mit dem Fahrgastschiff von Brake nach Bremerhaven und der Besuch im Klimahaus. Durch die gemeinsame Unterbringung mit den anderen Famulanten kam man schnell in Kontakt und verabredete sich zu gemeinsamen Unternehmungen.
Alles in allem war die Famulatur im St. Berhard-Hospital eine sehr interessante und lehrreiche Zeit, bei der man von Personal aller Abteilungen schnell sehr freundlich aufgenommen wurde. Man hatte nie das Gefühl grade zu stören oder im Weg zu stehen, ganz im Gegenteil: die Ärzte waren immer sehr hinterher, dass man möglichst viel mitnimmt und lernt- so wurde es nie langweilig. Man kam auch schnell mit anderen Fachrichtungen, wie der Anästhesie und der Unfallchirurgie in Kontakt, aber trotzdem war es nie zu stressig und es blieb auch immer Zeit mal in Ruhe einen Kaffee zu trinken und sich dabei noch mal das Eine oder Andere erklären zu lassen. Und zum Schluss gab es sogar noch 25 Euro pro Woche Taschengeld.
Die Zeit in Brake war sehr schön und leider viel zu schnell vorbei. Ich möchte mich bei allen Beteiligten für die großartige Famulatur in Brake herzlich bedanken und kann jedem das Krankenhaus fÜr eine Famulatur nur wärmstens empfehlen.

Brake, August 2017






Weitere Berichte kann man auf der Webseite des St.Berhard-Hospitals finden (https://www.krankenhaus-brake.de/269-0-Famulaturen.html#i)
Bewerbung
Anfang Mai, also ca. 4 Monate im Vorraus
Unterricht
5x / Woche
Inhalte
Nahtkurs
Bildgebung
Patientenvorstellung
Repetitorien
Fallbesprechung
Sonst. Fortbildung
Tätigkeiten
Patienten aufnehmen
Chirurgische Wundversorgung
Gipsanlage
Blut abnehmen
Braunülen legen
Patienten untersuchen
Notaufnahme
Praktische Maßnahmen unter Aufsicht
Röntgenbesprechung
Mitoperieren
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Unterkunft gestellt
Essen frei / billiger
Mittagessen regelmässig möglich

Noten

Stimmung Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen
1
Stimmung Klinik
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
1
Lehre auf Station
1
Insgesamt
1

Durchschnitt 1.00