Famulatur Unfallchirurgie in Bezirkskrankenhaus Schwaz (3/2021 bis 4/2021)

Krankenhaus
Bezirkskrankenhaus Schwaz
Stadt
Schwaz
Station(en)
Orthopädie und Traumatologie
Fachrichtung
Unfallchirurgie
Zeitraum
3/2021 bis 4/2021
Einsatzbereiche
Notaufnahme, OP, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Diagnostik, Station
Heimatuni
Innsbruck
Kommentar
Extrem lehrreich! Da ich nicht zur Hauptzeit während den Sommer- oder Semesterferien, sondern in den Osterferien famuliert habe, war ich die einzige Famulantin (sehr zu empfehlen, da ich schon von einigen mitbekommen habe, dass in den Hauptferien einfach aufgrund der eigentlich zu hohen Anzahl an Famulierenden weniger für einen selbst zu tun gab).

Alle sind per Du miteinander und das Arbeitsklima ist einfach großartig, ÄrztInnen, Pflege und Assistenz bilden ein großes zusammenarbeitendes Team. Bei Schwester Christine (Ambulanzleitung) sollte man sich gleich am ersten Tag ordentlich vorstellen und dann darauf achten, dass sich (nach Möglichkeit) nie mehr als ein/-e Studierende/-r (Famulatur/KPJ/Pflege) im Raum befindet. Ist dies geschafft, erklärt auch sie einem sehr gerne die Abläufe auf der Ambulanz und teilt einen auch laufend verschiedenen Ärzten während den Kontrollambulanzen zu, damit man möglichst viele verschieden Spezialgebiete zu sehen bekommt (jeder Arzt hat sein eigenes Spezialgebiet; Schulter, Ellbogen, Hand, Hüfte, Knie, Fuß).

Bei den Morgenbesprechungen (7.00 Uhr) durfte ich aufgrund der Corona-Situation zur Reduktion der dort anwesenden Personen nicht dabei sein, deshalb begann mein Tag erst um 08.00 Uhr. Eingeteilt wird man nicht, es bleibt einem selbst und manchmal Schwester Christine ;) überlassen, wohin man geht.

Auf der Station gibt es eigentlich nichts für Famulanten zu tun, je nach Interesse kann man bei der (sehr entspannten und stressfreien) Visite mitgehen und bekommt im Zuge dessen evtl. auch Gelegenheit, die ein oder andere Leitung zu legen.

Die meiste Zeit habe ich in der Ambulanz verbracht, entweder bei den Frischverletzten, in den Kontrollräumen oder im Gipsraum. Aufgrund von Corona war jedoch oft sehr wenig los, da fast gar keine Skiverletzungen zu versorgen waren. Für die Untersuchung der Frischverletzten sind die BasisärztInnen zuständig. Daher ist es hier zwar je nach Fall spannender, jedoch auch im Vergleich zur Kontrollambulanz (eingeteilt sind hier Assistenz-/Fach-/Oberärzte) etwas weniger lehrreich.

Generell empfiehlt sich, einfach viele Fragen zu stellen, dann wird einem eigentlich von allen bereitwillig alles genau erklärt. Die meisten Ärzte erklären auch viel von sich aus, lassen dich Röntgenbilder beurteilen und beziehen dich in die Untersuchung von Pat. mit ein. So wie ich es mitbekommen habe, sind Dr. Pöhl (Luggi) und Dr. Weitlaner (Heli) die begeistertsten Lehrenden, die auch ohne Nachfrage extrem viel erklären und einen selbst machen lassen (im OP, nähen, infiltrieren, schallen, untersuchen, ...) sowie viele Fragen (auch röntgendiagnostisch) stellen, damit man möglichst aktiv mitdenken muss. Aber auch alle anderen teilen ihr Wissen bereitwillig und gerne.

Im OP und im Tagesklinischen OP habe ich häufig assistiert, was richtig viel Spaß gemacht hat. Vom Operationsassistenten, über die OP-Schwester bis zum Operateur erklären dir die meisten ganz einfach von sich aus, was gerade so ansteht und gemacht wird und warum. Teilweise wird man auch eingeladen, bei OPs nur zuzusehen, wobei man echt viel lernen kann, da dann alles auch genauestens erklärt und gezeigt wird.

Die OrthopädInnen sind außerdem für den Hüftultraschall in der ersten Lebenswoche der Neugeborenen zuständig. Mir hat das als Abwechslung zwischendurch gut gefallen (gemacht wird das jeden MO und DO Vormittag, einfach Fragen von wem und dann an diese Person dranhängen), ich durfte unter Aufsicht auch Babyhüften schallen und ausmessen.

Im Gipsraum wird einem von den FachassistentInnen alles genau erklärt und man darf auch gerne mithelfen.

Meistens bin ich zwischen 15.00 und 16.00 Uhr nach Hause gegangen, wobei ich sicher oft auch schon früher gehen hätte können.

Also mein Tipp: die engagierten Personen ausmachen und sich die gesamte Famulatur über an diese dranhängen, um möglichst viel mitnehmen zu können.

Abschließend kann ich nur sagen, dass mir v.a. der Teamgeist und der lockere Umgang untereinander des gesamten medizinischen Personals richtig gut gefallen hat, genauso wie der stets freundliche und niemals gestresste Umgang mit den PatientInnen. Ich kann eine Famulatur hier nur empfehlen!
Bewerbung
Zwei Monate vorher, was aber nur aufgrund des azyklischen Zeitraums in den Osterferien möglich war. Ansonsten ganz unkompliziert, man kann auch einen Tiefgaragenstellplatz beantragen bzw. ist die Zugverbindung von Innsbruck aus ebenfalls sehr gut.
Unterricht
Kein Unterricht
Tätigkeiten
Praktische Maßnahmen unter Aufsicht
Notaufnahme
Chirurgische Wundversorgung
Braunülen legen
Blut abnehmen
Punktionen
Mitoperieren
Gipsanlage
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Essen frei / billiger
Kleidung gestellt

Noten

Stimmung Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen
1
Stimmung Klinik
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
1
Lehre auf Station
1
Insgesamt
1

Durchschnitt 1