Famulatur Chirurgie in Landesklinikum Moedling (9/2020 bis 9/2020)

Krankenhaus
Landesklinikum Moedling
Stadt
Moedling
Station(en)
Chirurgie A2A
Fachrichtung
Chirurgie
Zeitraum
9/2020 bis 9/2020
Einsatzbereiche
Station, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, OP, Notaufnahme
Heimatuni
Wien
Kommentar
Alles in allem rückblickend eine gute Famulatur, allerdings ist man sehr stark selbst dafür verantwortlich, wie viel man letztendlich mitnimmt. Insgesamt hat das Landesklinikum Mödling eine überschaubare Größe, das Betriebsklima im Haus ist grundsätzlich gut und auch die Einstellung zur Lehre bei Turnus-, Assistenz- und Oberärzten ist durchaus positiv. Allgemein wird viel erklärt und die Möglichkeit, Fragen zu stellen besteht immer. Allerdings wird bereits ab dem ersten Tag sehr viel Eigeninitiative vorausgesetzt, da es leider keinen dezidierten Ansprechpartner bei den Ärzten für Famulanten gibt und auch kein System zur Einführung, wenn man neu dazukommt. Der Tag beginnt typischerweise mit der Morgenbesprechung um 7.30 Uhr, die gemeinsam mit dem Standort Baden via Videokonferenz abgehalten wird. Wenn man möchte, kann man davor auf der chirurgischen Station ab 7.00 Uhr Blut abnehmen und Leitungen legen. Nach der Morgenbesprechung teilt man sich mit den anderen Famulanten zwischen Station, chirurgischer Ambulanz und OP auf. Auf der Station kann die Visite begleiten, ansonsten ist der Stationsalltag für Famulanten leider nicht immer ergiebig. Wenn man Glück hat, kann man allerdings durchaus einige interessante Dinge erleben, wie z.B. das Transfundieren von Erythrozytenkonzentraten, was man dann mit einem Turnusarzt gemeinsam machen kann. In der Ambulanz, die sowohl als Planambulanz (OP-Planung, Wundkontrolle, Nachbehandlung etc.) als auch als Notfallambulanz geführt wird, erlebt man tendenziell am meisten. Blutabnahmen und das Legen von Leitungen sind auch hier meisten möglich. Die Wundversorgung ist eher Sache des Ambulanzpflegepersonals. Bei Aufnahmen darf man außerdem auch gelegentlich Anamnese und Status machen. Leider ist es in Mödling Usus, dass die Patienten für Sonografien von der Chirurgie zur Radiologie zugewiesen werden, sodass man als Famulant auf der Chirurgie bis auf wenige Mal kaum beim Schallen zuschauen, geschweige denn selbst schallen kann. Zuschauen im OP ist jederzeit möglich. Wenn man assistieren will, muss man sich das mit dem jeweiligen Assistenz- oder Oberarzt immer selbst ausmachen, a priori wird man als Famulant im OP-Plan nicht eingeteilt. Bei entsprechender Eigeninitiative sind jedoch einige OP-Assistenzen möglich, wobei man dann z.B. auch die Hautnaht machen darf oder bei laparoskopischen Operationen die Kameraführung übernehmen kann. Die Endoskopie wird in Mödling eher von internistischer Seite geführt, bei entsprechender Selbstorganisation kann man aber auch bei Gastro- und Koloskopien zuschauen. Insgesamt gibt es für Famulanten von Seiten des Krankenhauses keine fixen Arbeitszeiten, der Tag endet typsicherweise zwischen 13.00 und 14.00 Uhr. Eine flexible Zeiteinteilung ist möglich und auch empfehlenswert, da zeitweise relativ viele Famulanten gleichzeitig da sind und man sich sonst gegenseitig auf den Füßen herumsteht. Es macht sich auch bezahlt, gelegentlich länger zu bleiben, da man am Nachmittag dann durchaus der einzige Famulant auf der Abteilung ist und mehr machen darf. Das Mittagessen ist für Famulanten gratis und von der Qualität wirklich hervorragend.
Unterricht
Kein Unterricht
Inhalte
Bildgebung
Patientenvorstellung
Fallbesprechung
Nahtkurs
Tätigkeiten
Patienten aufnehmen
Blut abnehmen
Chirurgische Wundversorgung
Patienten untersuchen
Notaufnahme
Röntgenbesprechung
Braunülen legen
Poliklinik
Mitoperieren
Praktische Maßnahmen unter Aufsicht
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
Vor 15:00 Uhr
Studientage
Frei verfügbar
Tätigkeiten
Mittagessen regelmässig möglich
Essen frei / billiger
Kleidung gestellt

Noten

Stimmung Station
2
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen
2
Stimmung Klinik
2
Unterricht
2
Betreuung
2
Freizeit
1
Lehre auf Station
2
Insgesamt
2

Durchschnitt 1.93