Famulatur Gynäkologie in St. Gertrauden Krankenhaus (12/2019 bis 1/2020)

Krankenhaus
St. Gertrauden Krankenhaus
Stadt
Berlin
Station(en)
23,25
Fachrichtung
Gynäkologie
Zeitraum
12/2019 bis 1/2020
Einsatzbereiche
Station, OP
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Wir sind zu zweit ins St. Gertrauden gekommen um dort eine einmonatige Famulatur zu absolvieren. Wir dachten, dass die Famulatur toll wird, da Frau Samberg, die Sekretärin, prompt und sehr nett (wie sie auch ist) geantwortet hat. Leider wurden wir am ersten Tag bitter enttäuscht, die kommenden Wochen verliefen ähnlich. Erste Reaktion einer Schwester nach freundlicher Vorstellung unsererseits: ,, MÄNNER?!!". Im OP haben wir, bevor es zur ersten Sectio ging, dem werdenden Vater geholfen sich einzukleiden um bei der Geburt dabei sein zu können. Im OP angekommen schrie die Assistenz auf: ,,DREI MÄNNER?!!!!". Die waren sich ja alle einig, dachten wir. Obwohl ich schon einige Male im OP gestanden bin, Erfahrung hab und handwerklich geschickt bin, wurde mir von der Assistentin Nadine, die eine fürchterlich hysterische, besserwissende und pedante Fehlersucherin ist, alles so erklärt, als wäre ich ein Kleinkind. Zu allem Überfluss kommt das Größte aller Übel, nämlich Anästhesiefachkraft Sabine!!! Diese Frau scheucht alle auf, schreckt vor nichts zurück und bat mich einmal sogar um ein Gespräch unter vier Augen um etwas zu klären. Nachdem ich ihr in diesem Gespräch mehrmals widersprochen habe und Recht behielt, meinte Sie mir mitteilen zu müssen wer sie denn sei und wie sie heiße, ich habe mich ja noch nie bei ihr vorgestellt. Meine Antwort beendete das Gespräch zu meinen Gunsten: ,,Ich habe mich in genau diesem Raum an meinem ersten Famulaturtag bei Ihnen vorgestellt, ich weiß wer sie sind!" Die Hebammen sind auch oft sehr unfreundlich und haben uns passiv aggressiv aus ihrem ,,Reich'' verstoßen. Nichts desto trotz gibt es auch sehr nettes Personal, Herr Kühne ist der Fels in der Brandung, Frau Özer super nett und lässt einen nähen etc., Herr Bustermante gibt sich ab und zu Mühe den Studenten was zu zeigen, auch wenn er ein Chaot ist, Frau Vornhecke, die Leiterin des Brustzentrum ist super nett, hat uns glaube ich sehr mögen, die Chefin ist durchsetzungsstark und eine gute Ärztin sowie Operateurin.

Der Alltag eines Famulanten sieht wie folgt aus: Priorität Nr. 1 Blut abnehmen: Es gibt Assistenzärztinnen die einen Anrufen während man im OP ist weil es unten jemanden zur Blutabnahme gibt - lächerlich! Zum OP: Dienstag und Donnerstag wird Brust operiert, das macht Frau Brandt und Frau Vornhecke. Mit Frau Brandt war ich nie am OP-Tisch weil ich ihre Art nicht ertrug. Am liebsten habe ich mit Frau Özer operiert, die ist wirklich nett und wie gesagt, sie lässt einen zunähen, erklärt etc. Die Chefin operiert wie gesagt sehr gut, lässt ihre AssistenzärztInnen operieren und übernimmt gerne mal, ich hab sie immer viel gefragt und ich glaube auch, dass sie das sehr schätzt. Ist der OP-Tag vorbei, kann es vorkommen dass man ab 13 Uhr nur mehr umherirrt und NICHTS zu tun hat, man langweilt sich dann zu Tode. Gibt es Aufnahmen aus dem Brustzentrum, so darf man diese auch machen, dies beinhaltet Blutabnahme und genaue gynäkologische Anamnese, dazu hat man ein eigenes Zimmer und kann ungestört mit der Patientin reden - sehr gut, aber kommt nicht wirklich oft vor.

Alles in allem kann ich diese Famulatur nicht weiterempfehlen. Gelernt haben wir nicht viel, man muss viel Eigeninitiative ergreifen um was zu sehen und wie beschrieben ist ein Teil des Personals einfach unmöglich.
Unterricht
Kein Unterricht
Tätigkeiten
Mitoperieren
Patienten aufnehmen
Blut abnehmen
Braunülen legen
Patienten untersuchen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Mittagessen regelmässig möglich

Noten

Stimmung Station
4
Kontakt zur Pflege
5
Ansehen
5
Stimmung Klinik
4
Unterricht
6
Betreuung
6
Freizeit
6
Lehre auf Station
6
Insgesamt
5

Durchschnitt 5.00