Famulatur Pädiatrie in Onandjokwe Hospital (9/2019 bis 9/2019)

Krankenhaus
Onandjokwe Hospital
Stadt
Onandjokwe
Station(en)
NICU, General ward, POPD
Fachrichtung
Pädiatrie
Zeitraum
9/2019 bis 9/2019
Einsatzbereiche
Diagnostik, Station, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde
Heimatuni
Halle
Kommentar
Insgesamt war ich 4 Wochen im Onandjokwe Intermediate Hospital (Okwe). Davon zwei in der Gyn/Geburtshilfe (gesonderter Bericht) und 2 Wochen in der Pädiatrie.
Durch Zufall bin ich in der ersten Woche in der Pädiatrie auf der NICU (Neonatal Intensive Care Unit) gelandet. Entgegen meiner Erwartungen lief es super! Es ist eine kleine Station mit 5 Inkubatoren.Die Schwestern dort waren super freundlich und haben mir gern einiges gezeigt. Auch die beiden Ärztinnen (im Wechsel anwesend) waren gern bereit mir etwas zu erklären und haben auch wissen abgefragt. Ich konnte mit in den Kreißsaal zur Erstuntersuchung und auch einmal mit in ein privates Krankenhaus als wir leider ein Neugeborenes mit schlechter O2-Sättigung und lautem Herzgeräusch zum Echo dorthin brachten. Leider fehlt es an vielem, aber die Ärzte waren super motiviert alles für die Kleinen zu geben. Soweit ich es beurteilen kann, war auch der Kontakt zu den Müttern gut. Sie wurden sorgfältig über die Situation ihres Babys aufgeklärt und zum Kangarooing angehalten.
In der zweiten Woche war ich in der General ward für Kinder ab 6 Monaten. Auch dort habe ich vieles gelernt, musste mich aber mehr bemühen, also aktiv Fragen stellen oder um Erklärungen bitten. Ich habe mich aber auch dort gut aufgehoben gefühlt. Die Interns (etwa wie ein PJler, nur nach dem Examen) und Studenten im 5.Jahr haben sich morgens die Patienten angeschaut und zur Visite vorgestellt. Anfangs war ich etwas überfordert, v.a.wegen der Sprachbarriere, aber in den letzten 2 tagen konnte ich mich auch aktiv einbringen. die Krankheitsbilder waren z.Bsp.Mangel- Unterernährung , Pneumonie, Sichelzellkrise.Interessanterweise gab es nur sehr wenig Pat.zu dem Zeitpunkt. Dadurch war nach dem Mittag, oder auch schon davor, nicht viel zu tun, so dass ich gern mit in die POPD(Paediatric Outpatient Departement) gegangen bin und dort selbst Pat.untersuchen und den Interns die Behandlung vorschlagen konnte. Überwiegend waren es Upper respiratory tract infections. Man konnte aber viel klinisch üben.
Ich hab mich auch mal an eine nette Intern für den on-call-Dienst gehangen, was ich empfehlen kann.
Einmal die Woche gab es eine Morgenbesprechung, zu der auch die Studenten und Interns Präsentationen über z.Bsp. Krankheitsbilder vorbereiten mussten.
Mittag kann man in der sehr hübschen Kantine auf dem Gelände günstig zu sich nehmen. Ich hab mir auch manchmal was zum Take away mitgenommen, denn das Essen war echt gut oder was anderes zu Hause gegessen.
Gewohnt hab ich im on call-Haus auf dem Krh-Gelände. Geplant war eigentlich ein Gästehaus unweit der Klinik, aber ich wurde bei Ankunft einfach dort abgesetzt. Hat aber gepasst, da kostenlos und eben auf dem Gelände. Ich hab dort allein gewohnt und von den Ärzten wurde es kaum genutzt. Herd war vorhanden, aber leider keine passenden Küchenutensilien. Kühlschrank war vorhanden. Eine Luxusunterkunft war es nicht (hab erstmal das erste WE geputzt), aber ich fands trotzdem gemütlich.
Ohne Auto kann sich der Alltag schwierig gestalten. Ich habe Taxis genutzt, obwohl auch gesagt wurde, des besser nicht zu tun. Da gab es aber unterschiedliche Meinungen. Ich habe mich nie unwohl gefühlt, bin aber auch immer ohne Rucksack losgezogen. Es gibt ein kleines Museum auf dem Gelände und eins in der Nähe, sonst ist nicht so viel los. Ich hab aber eh viel gelernt, daher hat mich das nicht gestört.Womöglich hätte ich mehr unternommen, wenn ich nicht die einzige ausländische Studentin gewesen wäre. Die Studenten/Interns/Ärzte haben wirklich viel zu tun und haben häufig Bereitschaft bzw.müssen sehr viel lernen Ab und an bin ich einfach mit Menschen in Kontakt gekommen, da viele auf dem Gelände leben und man hat ein Weinchen getrunken und gequatscht. Die Sonnenuntergänge sind traumhaft schön!
Bewerbung
s. der Bericht zur Zeit in der Gyn/Geburtshilfe.
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Sonst. Fortbildung
Repetitorien
Tätigkeiten
Eigene Patienten betreuen
Patienten untersuchen
Blut abnehmen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Unterkunft gestellt
Mittagessen regelmässig möglich
Gebühren in EUR
ca.100-150Euro fürs Study permit Visum, Antragsformalitäten, Registrierung beim HPCNA

Noten

Stimmung Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen
1
Stimmung Klinik
2
Unterricht
3
Betreuung
2
Freizeit
2
Lehre auf Station
1
Insgesamt
2

Durchschnitt 1.8