Famulatur Pädiatrie in Landeskrankenhaus Feldkirch (9/2019 bis 9/2019)

Krankenhaus
Landeskrankenhaus Feldkirch
Stadt
Feldkirch
Station(en)
Allgemeine Pädiatrie
Fachrichtung
Pädiatrie
Zeitraum
9/2019 bis 9/2019
Einsatzbereiche
Station, Diagnostik, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Notaufnahme
Heimatuni
Innsbruck
Kommentar
Habe hier meine eindeutig beste und lehrreichste Famulatur verbracht!

Per Zufall habe ich den Famulatur-Platz von einer Freundin relativ kurzfristig übernommen und bin - ehrlich gesagt - ohne jegliche Erwartung und ohne viel Vorwissen über die Pädiatrie in meine letzte Famulatur gestartet. Ich bin schlichtweg begeistert worden.
Noch nie habe ich ein so motiviertes Team gesehen, das den Studenten wesentliche Inhalte beibringen möchte und von ihrem Fach so dermaßen begeistert sind.

Am ersten Tag nach der Morgenbesprechung (Beginn um 07:35 Uhr) führt man mit dem zuständigen Mentor OA Stelzl ein Einführungsgespräch über die Station und die ganzen Ambulanzen (3mal/Woche Kardioambulanz, 1mal/Woche Pulmoambulanz, 1mal/Woche Neuro-Ambulanz, etc). Hier konnte ich mir erstmals einen groben Überblick über den Ablauf verschaffen und nach Absprache mit den anderen beiden Studenten in etwa planen, wann ich auf Station und wann ich auf welcher Ambulanz sein werde. Bei jeglichen Fragen konnte ich mich bei ihm melden und ich hatte von Beginn an das Gefühl, hier wird man als motivierter Student wahrgenommen. Üblicherweise kann man um 16 Uhr nach der Übergabe an den Nachtdienst gehen. Man kann aber an ruhigen Tagen auch früher weg, ab und an wird es aber auch später. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, Nachtdienste mitzumachen und bekommt den Folgetag natürlich frei.

Bezüglich eigenständigem Arbeiten:
Neugeborene und Kleinkinder wurden selbstverständlich nicht von uns Studenten gestochen. Grundsätzlich läuft es hier aber wie überall: Wer sich interessiert, Status- und Physiologie-Basics beherrscht und sich traut, dem wird viel zugetraut. Auf Station kann man dann schon teilweise am 2. Tag eigene Patienten übernehmen (immer in Absprache mit den Assistenzärzt(innen)). Diese Patienten werden in der Visite vorgestellt und man ist dann für das weitere Procedere, Entlassung, Arztbrief, Rezept, usw. zuständig. Man macht Blutabnahmen, Aufnahmen, etc. unter Aufsicht und wird mit der Zeit und dazugewonnenem Vertrauen mehr und mehr in praktische Tätigkeiten (zB. Neugeborenen-Untersuchungen, bei großem Andrang in der Notaufnahme: paralleles Arbeiten mit den Assistenz-/Turnusärzten, initiale Beurteilung von Pat. in der Ambulanz + Leitung/Laborabnahme) eingebunden.

Was man mitnimmt:
Durch die hohe Bereitschaft des Teams uns Studenten was beizubringen, hatte man zu fast jeder Zeit ein offenes Ohr für Fragen, die bald regelmäßig in 20-minütigen Teachings endeten. So nehme ich enorm viel theoretisches Wissen mit, unter anderem auch weil uns ergänzend gute Nachschlagwerke/Leitlinien/Studien zur selbstständigen Wiederholung empfohlen wurden. Während Ultraschall-Untersuchungen wurde uns Studenten sowie den Patienten/Eltern vieles erklärt und im Anschluss per Skizzen aufgezeichnet. So hab ich auch bzgl. Ultraschall enorm viel gelernt und gesehen (CEDs, GEs, pädiatrisch-urologische Abklärungen, Cholestase-Abklärungen, stumpfe Bauchtraumata, uvm.)
Der Primar (Prof. Simma) legt außerdem viel Wert auf wissenschaftliche Fortbildungen, die einmal wöchentlich von jemandem Externen stattgefunden haben und als Studenten hatten wir selber die Möglichkeit, einen Vortrag über aktuelle Themen vor dem Ärzteteam vorzutragen.
Und nicht zuletzt nehme ich viel Zwischenmenschliches mit, was grundsätzlich auf einer Kinder-/Jugendstation wohl auch zu erwarten ist. zB wie man an Kinder als Patienten herangeht oder wie man besorgten Eltern schwierige Diagnosen erklärt.

Zusammenfassend kann ich die Pädiatrie in Feldkirch nur empfehlen. Interesse und Engagement werden gerne gesehen und mit Wertschätzung belohnt, so wie ich es sonst bis dato nicht erlebt habe.
Bewerbung
Bewerbung ca. 1-2 Jahre davor bei Frau Bickel (jaqueline.bickel@vlkh.net)
Unterricht
Kein Unterricht
Inhalte
Repetitorien
Bildgebung
Fallbesprechung
Sonst. Fortbildung
Patientenvorstellung
EKG
Tätigkeiten
Botengänge (Nichtärztl.)
Eigene Patienten betreuen
Notaufnahme
Untersuchungen anmelden
Poliklinik
Briefe schreiben
Blut abnehmen
Praktische Maßnahmen unter Aufsicht
Röntgenbesprechung
Patienten untersuchen
Patienten aufnehmen
Braunülen legen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Mittagessen regelmässig möglich
Kleidung gestellt
Unterkunft gestellt
Essen frei / billiger
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Gehalt in EUR
544,85 (netto)

Noten

Stimmung Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen
1
Stimmung Klinik
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
1
Lehre auf Station
1
Insgesamt
1

Durchschnitt 1.00