Famulatur Anästhesiologie in Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt (2/2019 bis 3/2019)

Krankenhaus
Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt
Stadt
Dresden
Station(en)
Zentral-OP, Station C27 (ITS)
Fachrichtung
Anästhesiologie
Zeitraum
2/2019 bis 3/2019
Einsatzbereiche
Station, Diagnostik, OP
Heimatuni
Dresden
Kommentar
Ich durfte 4,5 Wochen in der Anästhesie im KHDF verbringen und bin damit sehr, sehr zufrieden. Es war meine dritte Famulatur und die bisher beste. Ich habe drei Wochen im Zentral OP des Hauses C gearbeitet und 1,5 Wochen auf der ITS. Man darf aber jederzeit seine Wünsche bezüglich der Arbeitsstelle an den freundlichen koordinierenden Oberarzt stellen und bekommt dann einen entsprechend angepassten Dienstplan. Bei Interesse ist auch eine OP-Begleitung im Hause H möglich. Hier werden im Besonderen HNO-Eingriffe und handchirurgische OPs vorgenommen. Auch Hospitationen in der Ambulanz oder im gynäkologischen OP sind möglich. Hier am besten einfach eure Interesse äußern und dann findet sich für jeden etwas Passendes.
Ich kann die Aufteilung zuerst in den OP zu gehen aber wirklich nur empfehlen. Hier lernt ihr unter einer 1:1 Betreuung die Basics der Anästhesie. Wenn man sich etwas bewiesen und einige Einleitungen beobachtet hat, dann darf man schnell selber tätig werden. Unter kompetenter Aufsicht durfte ich selber einleiten, also präoxygenieren, mit Maske beatmen und intubieren (konventionell und mit GlideScope), sowie Flexülen legen, Magensonde, Arterien… Im OP-Saal ist dann nach der Einstellung der Geräte und der OP-Vorbereitung immer Zeit für Teaching und das ein oder andere Gespräch bzw. man kann sich auch einfach einmal die Arbeit der Chirurgen ansehen. Vor der Narkose und bei der Einleitung kann man seinen Umgang mit den Patienten in Ausnahmesituationen schulen. Viele sind natürlich aufgeregt. Hier kann an entsprechend beruhigen und ablenkend eingreifen, was von vielen dankbar angenommen wird. Der Patientenkontakt kommt also auch hier nicht zu kurz. Im Zentral OP besteht auch jederzeit die Möglichkeit aus den vier Sälen, denen man zugeteilt ist, sich einen „interessanten“ auszusuchen. Man kann somit entscheiden, ob man viele Einleitungen machen möchte oder einmal Protokoll bei einer längeren OP schreiben mag. Ich kann nur empfehlen, dass man sich an allem einmal versucht. Ich wurde einer unglaublich lieben OÄ zugeteilt, die sich immer Zeit für meine Wünsche genommen hat und viele Dinge, die ich das erste Mal versucht habe, supervidiert hat. Damit fühlt man sich sehr gut aufgehoben und es kommt niemals das Gefühl der Überforderung auf. Auch die Assistenzärzte geben sich super viel Mühe und sind zumeist erfreut, dass sie etwas erklären können und Interessierten neues beibringen. Natürlich ist bei den vielen Freiheiten etwas Eigeninitiative nötig sich zu organisieren und auch zu fragen, ob man dies oder jenes einmal durchführen darf. Das ist aber keinerlei Problem aufgrund der geringen Hürden.
Auf der ITS herrschte ein unglaublich angenehmes Klima, wie ich es von noch keiner Station kenne. Ich wurde sehr lieb persönlich von den OÄ begrüßt und habe eine kurze Einweisung bekommen. 7:30 Uhr geht es los mit der Röntgenbesprechung, dann folgen die Visiten (bei denen man vollständig teilnehmen darf und nicht für Blutentnahmen oder dergleichen genutzt wird!) und im Anschluss läuft der Stationsalltag an, sprich Labore befunden, Patienten aufnehmen und untersuchen… Zwischendurch besteht auch hier die Chance darauf Arterien zu legen, PICCO messen,… Für diese Aufgaben wurde mir ein/e Assistenzarzt/ärztin zugeteilt. Auch diese waren stets bemüht einen nicht als kostenfreie Arbeitskraft zu missbrauchen, sondern viel beizubringen. Besonders schön empfand ich auch die tägliche Besprechung mit den OÄ und dem Assistenzarzt, an dem ihr als Faulanten auch teilnehmen dürft und ebenso eure Meinung gefragt und geschätzt ist. Hier kommen auch immer wieder einmal kleine Fragen an die Famulanten, die aber niemals gemein gestellt werden, sondern man entweder auf die Lösung geleitet wird oder die Antwort und Erklärung herzlich folgt und keinesfalls bloßstellend.
Besonders auf der ITS herrscht eine sehr angenehme flache Hierarchie. Man fühlt sich die gesamte Zeit über ernst genommen, gewertschätzt und keinesfalls als Störungsfaktor. Ich kann eine Famulatur in der Anästhesie des KHDF aus vollem Herzen und mit gutem Gewissen nur weiter empfehlen. Ich selber ziehe nun auch ein PJ hier in betracht, weil es mir so gut gefallen hat. Vielen Dank an das gesamte Team, angefangen von der herzlichen Sekretärin, über den Chef-, die Ober- und Assistenzärzte. Bitte bleiben Sie so ein tolles Team!
Ich kann nur empfehlen die 30 Tage komplett hier zu verbringen, da man laufend neue Eindrücke gewinnt und die Chance hat über die Rotation die Vielfalt der Anästhesie kennen und lieben zu lernen. Die 30 Tage vergingen noch nie so schnell und der Abschied viel noch nie so schwer…
Bewerbung
Zur Bewerbung einfach die herzliche Chefarztsekretärin Frau Schönherr per Mail kontaktieren. Ihr bekommt noch am Tag Antwort darüber, ob die Famulatur möglich ist und welche Unterlagen benötigt werden.
Unterricht
Kein Unterricht
Tätigkeiten
Punktionen
Botengänge (Nichtärztl.)
Blut abnehmen
Praktische Maßnahmen unter Aufsicht
Eigene Patienten betreuen
Braunülen legen
Patienten untersuchen
Röntgenbesprechung
Patienten aufnehmen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich

Noten

Stimmung Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen
1
Stimmung Klinik
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
1
Lehre auf Station
1
Insgesamt
1

Durchschnitt 1.00