Famulatur Notfallmedizin in Bundeswehrkrankenhaus Ulm (12/2017 bis 12/2017)

Krankenhaus
Bundeswehrkrankenhaus Ulm
Stadt
Ulm
Station(en)
ZINA (Zentrale Interdisuiplinäre Notaufnahme)
Fachrichtung
Notfallmedizin
Zeitraum
12/2017 bis 12/2017
Einsatzbereiche
Notaufnahme
Heimatuni
Freiburg
Kommentar
Pro:
- Die Dienstärzte wechseln stetig durch, sodass ich mit angehenden Unfallchirurgen, Dermatologinne, Augenärzten etc. gearbeitet habe, die natürlich alle ihre Steckenpferde hatten (Es gibt nichts goldigeres als eine Dermatologin, die im Wochenenddienst ein Erysipel findet!).
- (Fast) alle der zugezogenen Fach- und Oberärzte waren freundlich und haben auf Fragen geantwortet, sind mit mir noch einmal EKG-Befundungen durchgegangen, haben mir während des Schalls erklärt was sie tun etc.
- Wenn man sich brav vorstellt, nicht den arroganten Medizinstudenten raushängen lässt und zeigt, dass man bereit ist zu lernen und mitzuarbeiten (z.B. wenn alle am rotieren sind und man selber grade sonst nichts machen kann auch mal Blut wegbringt oder Patienten zum Röntgen fährt) ist die Pflege auch extrem hilfsbereit, erklärt und hilft aus.
- Ich hatte zwar kein Glück mit den Fällen aber der Schockraum ist angegliedert und man darf (mindestens als Beobachter, keine Sorge, ihr bekommt einen "Praktikantenkittel" in anderer Farbe ;)) dazu.
- Die Arbeitszeiten sind sehr flexibel. Natürlich macht es Sinn morgens um 7 mit dem Tagdienst anzufangen aber nachmittags geht man dann irgendwann (die Dienstärzte arbeiten im 2-Schichtsystem vom 7 -7). Ich bin meistens zwischen 16 und 17 Uhr weg. Wer will kann auch nachts und am Wochenende arbeiten (z.B. vorarbeiten), den Dienstplan sucht ihr euch quasi selbst aus.
- Ich habe fast durchgehend Patienten zuerst gesehen (je nach Arzt), Anamnese und Untersuchung gemacht und dem Dienstarzt übergeben. Dabei natürlich extrem viel gelernt!
- Unter Anleitung durfte ich sehr viel machen: Kopfplatzwunde nähen, art. BGA abnehmen, Pleurapunktion (Highlight!), natürlich Zugänge und Blut abnehmen. (Macht sonst die Pflege. Wenn ihr das lernen bzw. viel üben wollt müsst ihr Bescheid sagen, sonst kommt ihr und es ist alles shcon gemacht ;))

Contra:
- Dadurch, dass fast jeden Tag ein anderer Dienstarzt da ist kommt man so richtig rein und muss jeden Tag neu schauen wer was wie macht und gemacht haben will. Und im Gegenzug können die Ärzte nicht gut einschätzen wie viel man schon selber kann. Das ist an Notaufnahmen natürlich ein bisschen Sisyphos-Arbeit.

Sonstiges:
- Ich war in Ermangelung bisheriger Berührungspunkte neugierig ob ein BWK anders funktioniert als ein ziviles Krankenhaus. Der Ton ist vielleicht etwas zackiger und die Anreden/Titel anders, sonst natürlich eine normale Notaufnahme. Alles in allem aber spannend und eine witzige Erfahrung.
- Für mich war es eine teure Famulatur, da ich mir in Ulm eine Unterkunft suchen musste - ist aber auch eine hübsche (Alt-)Stadt wenn man noch nie dort war! Denkt daran, dass die Klinik auf dem Berg liegt, ihr braucht mit ziemlicher Sicherheit ein Öfi-Ticket.
- Die Hälfte der Kollegen schwäbelt gnadenlos, die andere bestes Bayrisch - sehr witzig.

Fazit: Man muss sich behaupten aber ich habe viel gelernt, gute Erfahrungen gemacht und kann die ZINA weiterempfehlen.
Bewerbung
Da unter dem Semester kein Problem, zu "normalen" Bewerbungen kann ich nichts sagen.
Unterricht
Kein Unterricht
Inhalte
Bildgebung
EKG
Tätigkeiten
Notaufnahme
Patienten untersuchen
Chirurgische Wundversorgung
Praktische Maßnahmen unter Aufsicht
Patienten aufnehmen
Botengänge (Nichtärztl.)
Braunülen legen
Punktionen
Blut abnehmen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Kleidung gestellt

Noten

Stimmung Station
2
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen
2
Stimmung Klinik
2
Unterricht
3
Betreuung
2
Freizeit
2
Lehre auf Station
2
Insgesamt
2

Durchschnitt 2.00